Schon sehr früh wurde ihm klar, dass ihm der spontane, unverstellte Ausdruck wichtiger ist als die rationale, akademische Umsetzung eines bestimmtes Sujets. Snik reiste viel, hatte immer seine Rollerblades im Gepäck, liess sich treiben, nahm wie ein trockener Schwamm alles auf, was ihn faszinierte. „Unterwegs traf ich eine gute Menge von Künstlern und begann mit ihnen zu malen, war in verschiedenen Länder unterwegs“, erzählt er. „Erlebnisse und Begegnungen mit anderen sind für mich das Wichtigste“.

2004 ging Snik nach Australien und dort fiel ihm ein Buch mit dem Titel „Stencil Graffiti Capital Melbourne“ in die Hände. „Es veränderte alles für mich“, sagt er. „Die Energie, die diese Szene damals hatte, war verrückt. Die Leute waren die ganze Nacht unterwegs, malten überall, wo sie nur konnten.“

Snik wollte zu einem Teil davon werden.  Wie besessen arbeitete er an seinen Schablonen, spielte mit verschiedenen Größen, Ebenen, Details. Oft schnitzte er die nächtelang an den Stencils und mit der Zeit wurden sie immer filigraner. Er arbeitet mit vielen Lagen, die letzten Schichten deuten diese teilweise nur noch an. Tiere und Personen sind inzwischen seine bevorzugten Motive. In seinen Werken, die mit seiner Freundin Aura entsehen, setzt Snik auf leuchtende Grundfarben wie Rot, Gelb, Grün und Blau.

Die beiden verweigern sich einer „Message“. Ihre Arbeiten sollen sich ohne Hintergedanken und doppelten Boden entfalten können. „Wir leben in einer Welt der Überinformation“, sagt Snik. „Alles redet irgendwie mit uns, erhält eine Bedeutung oder eine Aufforderung“. Deswegen sind ihm Gegenpole wichtig, er tritt dafür ein, dass die Szene eine gewisse Gelassenheit und visuelle Unschuld zurückgewinnt. Das gelingt ihm auf beeindruckende Weise.

Mehr Infos unter: http://www.visualdirt.co.uk/index.php?component=content&view=index&page=1

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