Spiegelbilder der Seele

Verletzlich und gleichzeitig stark: die afrikanischen Gesichter von Ryan Hewett

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Seine Gesichter brennen sich unmittelbar in die Netzhaut des Betrachters ein: Der Schmerz, der Trotz, die Verletzlichkeit und der Stolz der portraitierten Menschen werden mit gezielten, auf das Wesentliche reduzierten Pinselstrichen festgehalten. “Ich wuchs auf mit einem Bleistift in der Hand”, sagt der  1979 in Südafrika geborene Künstler.  Strich für Strich, Detail für Detail experimentierte er zunächst mit fotorealistischen Techniken. Nach seinem Studium (Grafikdesign) stolperte Ryan über ein Fantasy-Buch, das den Künstler Phil Hale präsentierte. “Ich war völlig weg von seinen Ölgemälden und der Geschmeidigkeit seines Pinselstrichs. Das hat mich stark inspiriert und  öffnete mir die Tür in die Malerei.”

Fortan entwickelte Ryan seine einzigartige, malerische Sprache, mit der er sich Schritt für Schritt von der formalen Enge der Bleistiftzeichnung befreite. Inzwischen sind seine Werke bei Sammlern heiss gehandelt.

Ein Kunstkritiker beschrieb die Qualität der Arbeiten wie folgt:  ”Es existiert eine interessante Spannung zwischen Ryans Technik und der abgebildeten Person: seine Bilder konfrontieren den Betrachter mit rohen, realistischen Darstellungen des Lebens, eingebunden in einem Raum voller Geheimnisse.  Auf wilde, selbstbewusste und stolze Art und Weise präsentiert sich die Schönheit afrikanischer Menschen”. Ryan verzichtet auf narrative Zutaten und Dekorationen. Die Bilder sind pur, konzentriert auf den Ausdruck des Gesichtes und provozieren damit Fragen zur Identität des Menschen, der mit ihm verbundenen Gedankenwelt und der unausweichlichen persönlichen Geschichte, die sich hineinschrieben hat in den Ausdruck der Augen und in die Mimik.

www.ryanhewett.com

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