Alles begann mit einem Kurs in Expedition Planning im Sommersemester 2013, indem Initiator Sami Sigel und seine Kommilitonen eine eigene Adventure-Tour planen sollten. Am Campus der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen wurden während eines gemeinsamen Brainstormings Ideen gesammelt. Sami Sigl, der selbst als Surfinstructor am Ammersee arbeitet, hatte die Idee: „Lasst uns eine Tour auf Stand Up Paddling – Brettern machen!“ Und so war der erste Grundstein gelegt.

Die Crew bei der Projektarbeit
Die Crew bei der Projektarbeit

„Wie viele andere Menschen, die gerne Wassersport betreiben, lieben wir dabei die fast lautlose und spurenlose Fortbewegung – das Dahingleiten auf dem Brett, Paddelschlag um Paddelschlag – mitten in und entlang von unberührter Natur“, erzählt Sami. „Dazu haben wir 10 goldene SUP Regeln entworfen und wollen diese als offizielles Gütesiegel etablieren.“ Mit dem Gewinn aus selbst gestalteten und bedruckten T-Shirts und Lycras aus einem Online-Shop will man gezielt Wasserschutzprojekte in Deutschland unterstützen.

Beim Supalot-Treffen werden die Pläne konkretisiert
Beim Supalot-Treffen werden die Pläne konkretisiert

„In Zusammenarbeit mit Verbänden, Naturschutzbund, Shops, Anbietern, Herstellern und natürlich den zahlreichen Wassersportlern wollen wir das Bewusstsein für unsere Seen und Flüsse in Bayern und Deutschland nachhaltig prägen“, sagt Sami. Ziel: eine verantwortungsvolle Nutzung der Gewässer um die dort lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen und Unwissenheit und Ignoranz gegenüber der Natur zu bekämpfen. 

Wichtiges Element der Initiative SUP A LOT – „Protect Our Waters“ sind die 10 goldenen SUP-Regeln. Sie gehen an Surf/SUP-Shops, Surfschulen und Hersteller in Bayern. Weiterhin erarbeitet das Team  ein Konzept für die Kommerzielle Vermarktung von SUP-Touren für interessierte Sportreiseveranstalter.

Eins werden mit der Natur

Durch eine geplante SUP-Tour im Juni 2014 in Rumänien, die u.a. von BIC-Sport, Hauser Exkursionen, Slacklinetools und Ticket to the Moon unterstützt wird, will man mediale Aufmerksamkeit für „SUP A LOT – Protect Our Waters“ generieren. Die Sportler wollen 7 Tage in der Natur zu bleiben und mit so wenig Material wie möglich auszukommen. Als ersten Erfolg konnte das französische Unternehmen BIC als Toursponsor gewonnen werden. BIC ist einer der größten und bekanntesten Wind- und Wellensurfbrett-Hersteller in Europa, und mischt seit 2012 erfolgreich im SUP-Markt mit.

Mit auf der Tour ist auch eine Filmcrew, um Bilder und Szenen aus dem Leben in der Natur und Fortbewegung auf dem Fluss einfangen. Am Ende steht ein kurzer Dokumentarfilm über die Zeit in Rumänien.

Seit dem Start im Sommer 2013 ist das Team schnell gewachsen.  Inzwischen gehören auch zwei Spezialisten für FILM und GRAFIK, Andreas Maluche und Maximilian Braun dazu.

Der Rest des Teams besteht aus Sami Sigl – Sami ist Surfinstructor am Ammersee und Trendsport-Guru: Egal ob Slacklinen oder Longboarden, er ist nicht nur dabei, er lebt auch danach. Zusammen mit Freunden ist er immer in der Natur unterwegs. Bei SUP A LOT ist er für den persönlichen Kontakt mit Sponsoren und Medien zuständig. Er kennt sich in der Surf Szene aus und hat Kontakte zu jeder Menge Menschen aus den verschiedensten Bereichen.

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Sari Sigl – Sari ist der Spezialist für den Fluss. Er plant den Tourablauf auf dem Fluss Olt in Rumänien und weiß über alle wichtigen Anlaufstellen und Übernachtungs- möglichkeiten bescheid. Mit 18 Jahren hatte er schon die erste Weltreise hinter sich und ist auch sonst nicht lange auf einem Fleck zu halten.

Sebastian Kursawe (Basti) bringt das Projekt voran und kümmert sich darum, dass alle zur selben Zeit auf dem Brett stehen. Er selbst ist ein leidenschaftlicher Wasser- sportler und Schwimmer, egal ob mit dem Kiteschirm, auf dem Surfbrett oder in einem Raft. Bei SUP A LOT ist er für die Vermarktung der Tour zuständig.

Weitere Infos:
www.sup-a-lot.de 
email@sup-a-lot.de
 

Hier die 10 Regeln:

1. Erkundige Dich vor Ort
Bevor du Dich auf Wasser begibst, erkundige Dich vor Ort, ob es für den Fluss oder See deiner Wahl besondere Gefahrenstellen (z.B. Staudämme, Strömungen), Beschränkungen (z.B. Schifffahrt) oder Naturschutzgebiete (z.B. Laichgebiete, Brutplätze) gibt. So bist du immer auf der sicheren Seite.

2. Wo Sonne, da auch Regen
Das Wetter ist launisch und aufkommender starker Wind (Gewitter!) kann beim Vorhaben, das Ufer zu erreichen, schnell mal zum unüberwindbaren Hindernis werden. Informiere Dich deshalb über Wetter- und Windvorhersagen bzw. Sturmwarnungseinrichtungen und erlebe so deinen perfekten SUP-Tag. Im Zweifelsfall bleib an Land und vermeide so Gefahr für Dich und Deine möglichen Retter.

3. Deine eigene Sicherheit
Schätze deine Fähigkeiten richtig ein, bevor du Dich in die Fluten stürzt. Sorge je nach Beschaffenheit des Gewässers und Wetterstand für ausreichend wärmende Klamotten oder Neopren und die passende Ausrüstung (z.B. Helm, Schwimmweste).

4. Du bist nicht alleinEgal wo Du auf deinem Brett paddelst, beachte andere Wassersportler, Boote und Wasserfahrzeuge. Halte genügend Abstand und weiche im Zweifelsfall vorher aus. Auf Wasserstraßen informiere Dich ggfs. über Verbote und Verkehrsregeln.

5. Pflanzen & Tierwelt, nicht nur schön anzusehen

Das Wunderbare in der Natur sind die zahlreichen Pflanzen und Tiere, die deine SUP-Tour zum einzigartigen Naturschauspiel machen. Respektiere und bewahre diese Welt und hilf so diese einzigartige Umgebung für weitere Generationen zu schützen.

6. Achtung schlammig & seichtMeide schlammige oder seichte Stellen in Ufernähe. Durch das Abtragen, Aufwühlen oder Auftreten zerstörst Du den wertvollen Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Nutze vorhandene Ab- und Anlegestellen, sowie befestigte Stege.

7. Sauberes Wasser soll auch sauberes Wasser bleiben

Achte auf die Vermeidung von Müll und entsorge ihn in die dafür vorgesehenen Behältnisse vor Ort oder bei Dir zu Hause. Im Wasser oder in Ufernähe schwimmender Müll freut sich über Deine Aufmerksamkeit!

8. Genieße die Ruhe

Was SUP so einzigartig macht? Das lautlose Dahingleiten auf dem Wasser. Genieße den Moment der Stille. Alle Lebewesen, vom Fisch bis zum Mensch werden es Dir Danken.

9. „Take only pictures, leave only fingerprints“

Belasse die Natur in ihrem Ursprung. Hinterlasse nur Fingerabdrücke und halte Deine einmaligen Erlebnisse in der Natur auf Fotos fest.

10. Vorbild sein

Sei ein echter SUP-Veteran und nehme Dir die Regeln zu Herzen. Kommuniziere und kläre auf, falls Dein SUP Revier unangemessen behandelt wird.

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