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Sportliche Playmobil-Männchen
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Sportliche Playmobil-Männchen

Der Franzose Karim Rejeb ist ein Veteran des Stop-Motion im Internet. Bei dieser Technik werden mehrere Fotos hintereinander zu einem Film verknüpft. Seit mehr als fünf Jahre hält sich sein Kanal Xtreme Sports Stop Motion auf YouTube, wo Playmobilfiguren surfen, skaten und Motocross fahren. Aber das ist nicht sein einziges Talent.
Der Künstler malt und fotografiert auch. Bei der Auswahl der Motive gibt es so gut wie keine Grenzen. Neben dem Actionsport fasziniert ihn auch Eisenbahnen in Europa und Strände mit perfekten Wellen.
Hier ein paar Videos des Künstlers, die sicherlich zu den Höhepunkten seiner Arbeit zählen. Mehr Infos auf Rejebs offizieller Webseite.

 

Bitte recht freundlich
Mindstyle

Bitte recht freundlich

Gut 1,30 Meter ist er groß und er kommt der menschlichen Anatomie und Bewegung deutlich näher als viele seiner bisherigen Artgenossen: die neueste Roboter-Entwicklung des Labors für Künstliche Intelligenz (AI Lab) der Universität Zürich. Roboy, so der Name des jungenhaft wirkenden Roboters, erblickte anlässlich des Weltkongresses „Robots on Tour“ in Zürich das Licht der Welt.

Roboy als netter Kerl: Vielleicht hütet er irgendwann mal unsere Kinder

Neben Berührungsempfindlichkeit und Gesichtserkennung zeichnet sich Roboy vor allem durch Bewegungen aus, die der menschlichen Motorik nachempfunden sind. Dazu haben sich die Entwickler etwas Neues einfallen lassen: Während bei klassischen Robotern Motoren direkt in den Gelenken sitzen, was ihnen die typischen steifen Gesten verleiht, kommt bei Roboy eine sehnengesteuerte Antriebstechnik zum Einsatz. Die Gelenke werden über Kunststoffsehnen gesteuert, welche die Knochen des künstlichen Skeletts miteinander verbinden. Elektromotoren ziehen und verkürzen die Sehnen und imitieren so die Muskelbewegung des menschlichen Körpers – eine komplexe Aufgabe.

Die humanoiden Roboter der neuesten Generation überzeugen durch ein menschliches Aussehen

Kein Wunder, dass das Innenleben von Roboy vor Hightech nur so strotzt. Insgesamt wurden über 50 Motoren in Kombination mit Getrieben und Encodern verbaut. Das freundliche Antlitz wird mit Hilfe eines Minibeamers auf den Kopf des Roboters projiziert, wobei dieser über ganz verschiedene Mimiken verfügt. Damit ist sein menschenähnliches Aussehen beinahe perfekt. Roboy wird zudem in der Lage sein, Gesichter zu erkennen, die er vorher gelernt hat.

Die menschliche Anatomie ist für die Entwickler Vorbild

Weil Service-Roboter wie Roboy Leistungen erbringen sollen, die dem menschlichen Wohlbefinden dienen, stehen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit oben an. Die sogenannten „soft robotics“ sollen weich sein – weich zum Anfassen, weich in der Interaktion. Doch schnelle, sanfte Bewegungen oder auch die robuste, flexible, weiche Haut sind schwer nachzubauen. Dazu braucht es noch fundamentale neue Erkenntnisse. Roboy soll später mit  „soft skin“ bedeckt werden, so dass die Interaktion mit ihm sicher und angenehm ist.

Sogar Hände schütteln ist erlaubt

Die Wissenschaftler hatten im Juli 2012 begonnen, das Projekt in die Tat umzusetzen. Insgesamt neun Monate gab sich das Team bis zur Fertigstellung. Roboys «Vater» ist Prof. Dr. Rolf Pfeifer, Spezialist für künstliche Intelligenz am ai Lab der Universität Zürich. Mit Roboy möchte Pfeifer demonstrieren, an welchen Themen die Wissenschaft im Bereich Robotik aktuell arbeitet und welche Technologien bereits reif sind für die Serienfertigung.

Das Geld für das Projekt wurde auf recht ungewöhnliche Art beschafft: „Die Finanzierung mittels Sponsoring und Crowdfunding ermöglicht uns, ein im wissenschaftlichen Umfeld extrem ambitiöses Projekt rasch umzusetzen“, sagt Pfeifer. Rund 500’000 Schweizer Franken sollen so aufgebracht werden. Die Unterstützer bekommen neben dem direkten Zugang zum Know-how des Projektes auch von eine kleine Anerkennung: Ihr Name oder das Firmenlogo wird auf „Roboy“ eingraviert und für 5’000 Franken schaut Roboy zusammen mit dem Professor in der Firma vorbei. Natürlich hat er auch eine eigene Facebook-Seite: Unter «Roboy Junior» kann man mit ihm Freundschaft schließen.

Auch die elektronischen Spielgefährten brauchen mal Pause

Weil Service-Roboter wie Roboy Leistungen erbringen sollen, die dem menschlichen Wohlbefinden dienen, stehen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit oben an. Die sogenannten „soft robotics“ sollen weich sein – weich zum Anfassen, weich in der Interaktion. Doch schnelle, sanfte Bewegungen oder auch die robuste, flexible, weiche Haut sind schwer nachzubauen. Dazu braucht es noch fundamentale neue Erkenntnisse.

Auch Fussballspielen können die Jungs ganz gut

Roboy soll später mit  „soft skin“ bedeckt werden, so dass die Interaktion mit ihm sicher und angenehm ist.

Für Roboy und seine Brüder gibt es in Zukunft jede Menge zu tun, etwa im Haushalt, bei Überwachungsaufgaben, Reinigung, aber auch in Krankenhäusern und Altersresidenzen. Wer weiß, ob es nicht Roboy ist, der irgendwann unsere Kinder hütet, mit dem Hund auf die Straße geht, die Chipsschale auffüllt und das Bier aus dem Kühlschrank holt.

Allerdings bleibt zu hoffen, dass die Wissenschaftler es mit ihrem humanoiden Anspruch nicht übertreiben und gewisse Widerspenstigkeiten einprogrammieren. Zickenalarm haben wir schon genug im Haus.

 

Grosser Besucheransturm bei der Ausstellung „Robots on Tour“ im Puls 5 in Zürich

www.roboy.org